Der fintouring Ferienhaus-Service setzt Maßstäbe

vom langjährigen fintouring Kunden Steffen Nitzsche

Meine Liebe zu Skandinavien spürte ich bereits sehr früh. Schon in meiner Jugend faszinierten mich die herrlich weite, unberührte Natur, die vielen Gewässer, die Freiheit, die hellen Nächte und auch die Menschen und ihre Kultur. Immer hatte ich den Wunsch, dieses Land live zu erleben, nicht nur die Bilder davon zu sehen oder davon zu träumen.

Mein erster Urlaub in Skandinavien führte mich dann nach Schweden, weil es meiner Heimat am nächsten lag und deshalb zum Schnuppern geradezu einlud. Zuerst einmal macht man Urlaub natürlich im Sommer. Es war einfach herrlich und gab der Liebe zu Skandinavien viel Auftrieb. In meiner nächsten Reise steuerte ich nun schon weiter weg liegende Ziele an. Es ging im Sommer ins Seenland nach Finnland, wo die langen Tage den Sternenhimmel völlig verschwinden ließen. Meine intensivsten Reisen nach Finnland machte ich jedoch im Winter.

Was fasziniert mich an Finnland?
Es sind die Jahreszeiten, die so unterschiedlich und so bezaubernd anders sind, als ich sie bisher kannte. Als Erzgebirgler kennt man den Winter, aber der Winter dort oben ist etwas ganz anderes. Er ist intensiver, beständiger und schafft eine Zeit der Ruhe und Erholung, Man spürt die Macht der kalten Natur, erlebt ein faszinierendes Licht und eine fast verschlafene, unglaublich schöne Landschaft.

Vom Seengebiet an der Grenze zu Russland ...
Schon im östlichen Seengebiet an der Grenze zu Russland lockt der Winter mit trockener Kälte, Pulverschnee und langen Winterabenden im gemütlichen Mökki. Mich faszinieren im Winter in Finnland besonders die Ruhe und die langen, sternenklaren Nächte. Die Schneedecke steigt langsam an und alles wirkt so sauber in der Natur. Die Sonne wandert nur tief über den Horizont und verwandelt die weiße Landschaft mit ihrem kühl wirkenden Licht in ein Märchenland. Durch die geringe Kraft der Sonne bleiben Reif und Schnee an den Bäumen sehr lange erhalten. Der Wind weht schwach und lässt die Natur schlafen.

... über Polarlichter & Haloerscheinungen ...
Eine mollig warme Holzhütte am schneebedeckten See ist genau das Richtige, wenn man den Winter am Polarkreis verbringt. Die kalte Luft ist unglaublich klar und lässt den Sternenhimmel ganz intensiv erscheinen – ein Eldorado für Astrofans. Dazu kommen die Nordlichter, die besonders im nördlichen Lappland an manchen Abend den ganzen Himmel überziehen. Ein grüner Bogen oder ein flackerndes Licht am späten Abend machen den Saunaabend im heißen Mökki oder beim Abkühlen im Schnee perfekt. Für mich immer wieder faszinierend sind diese Polarlichter, die Lichtsäulen und Haloerscheinungen.

... bis nach Lappland.
Die Region Enontekiö, ganz oben in Lappland, bietet für mich eine der schönsten Landschaften. Hier ist die Natur so unterschiedlich wie selten. Die Berge um Kilpisjärvi, die Einsamkeit und Weite zwischen Hetta und Nordnorwegen und das für mich schönste Fjäll, das Pallasgebirge, und der NP beeindrucken besonders in den Monaten Januar und Februar. Das Fjäll nördlich von Hetta bietet eine unglaublich schöne Aussicht auf die Region und Polarlichter sind dort am häufigsten zu bewundern. Wer die Einsamkeit liebt, den eisigen ruhigen Winter mit aller Macht und Schönheit erleben will und auch die Berge mag, sollte hierher kommen.

Schön einsam und leicht hügelig ist es südöstlich von Rovaniemi. Man kann einen ruhigen Urlaub verbringen, oder die schönen kleinen Städte Kemijärvi und Rovaniemi besuchen.
Ich finde die Bars und Kneipen in Rovaniemi sehr einladend. Sie sind gemütlich, bieten aber auch eine lockere und zum Teil rockige Atmosphäre. Nach einem etwas lauteren Abend in einer Bierbar mit „Finlandia“ Wodka und „LapinKulta“ Bier genießt man den nächsten Abend wieder am Kamin des gemütlichen Blockhauses. Die Mökki-Holzhäuser sind trotz der eisigen Temperaturen unglaublich warm und urgemütlich.

Ein Eldorado für Skitouren
Ganz Finnland ist ideal für Skitouren in die Einsamkeit. Hier kann man sich eine Auszeit vom stressigen Berufsalltag nehmen und abschalten oder ganz einfach Sport in der Wildnis machen. Die Luft ist angenehm trocken und wenn das Auge über die Weite der Landschaft schweift, kann man schnell mal die Zeit vergessen. Hektik und Stress kommen da nicht auf, ideal für die Erholung in unserer hektischen Zeit. Oft konnte ich die außerordentlich lange Dämmerung bei einer Skitour durch die endlosen Wälder oder auf zugefrorenen Seen genießen. Man kann den Sonnenaufgang mit seinem rosafarbenen Licht genießen und trotzdem richtig ausschlafen.

Matsch adé
Mitteleuropäischen grauen Matsch und Straßennässe gibt es im skandinavischen Winter nicht und das Fahren auf den einsamen Straßen mit dem Auto ist angenehmer und sicherer, als ich zuerst gedacht hatte. Die Menschen sind zurückhaltend, am Anfang etwas wortkarg, aber immer hilfsbereit und freundlich. Und nach einem gemeinsamen Bier entwickelt sich meist ein entspanntes Gespräch.

Husky & Motorschlitten
Egal, wo man in Nordfinnland ist, man findet immer eine Huskyfarm, die man besuchen und wo man das Abenteuer Hundeschlittentour erleben kann. Eine Anmeldungen vorab über fintouring ist zu empfehlen.

Oder man mietet sich einen Motorschlitten und düst damit über die zugefrorenen Seen und gut ausgeschilderten Wege. Zu frieren braucht man bei diesen Abenteuern nicht, denn zumeist wird von den Farmen und den Vermietern warme Bekleidung angeboten.

Liebevolle Gastgeber
Unsere Gastgeber, egal ob in Hetta oder im Seenland / Karelien oder in Ranua waren sehr gastfreundlich und überraschten uns entweder mit einem typisch lappländischen Abendessen, einem Kuchen zum Sonntag oder mit einem selbstgefertigten Geschenk zum Andenken. Auch wenn einmal Hilfe gebraucht wurde, wie z.B. bei einer toten Batterie, waren sie da.

Winter in Finnland macht süchtig!
Ein Winterurlaub in Finnland ist eine Reise in eine verzaubert weiße Landschaft mit einem Licht, das auch in den langen Nächten nie ausgeht, sondern nur anders leuchtet. Der Winter im Norden ist einfach eine Welt, die man erleben muss, und macht süchtig.

P.S. Weitere Fotos und Berichte von Steffen Nitzsche finden Sie unter: www.steffen-nitzsche.de




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