Atemberaubende Angelgründe im Sommer in Finnland

Mit der Lizenz zum Angeln - im Premium-Paket bereits inklusive*. In anderen Fällen werden € 25 pro Person und Woche für die Angellizenz berechnet.

Das Angeln ist in der Weise eingeschränkt, dass die Angelei u.a. an Wasserfällen und Stromschnellen, maränen- und lachsreicher Flüsse untersagt ist sowie in Gewässern, in denen die Fischerei aufgrund einer anderen Bestimmung oder eines anderen Beschlusses untersagt ist. Mit Netzen ist das Fischen nicht erlaubt.

*) kostenlose Wunschleistung im Rahmen des Premium-Pakets für jede volle Woche und max. 2 Personen pro Ferienhaus. Wenn nicht anders vereinbart, bestellen wir ab dem 2. Aufenthaltstag die Angellizenz. Für die Häuser in Norwegen kann dieser Service nicht angeboten werden.


Wo findet der Angler heutzutage noch reine, ursprüngliche und fischreiche Gewässer ? Für Insider, die das Naturerlebnis beim Angeln hautnah erleben und genießen möchten, ist Finnland erste Wahl. Die vielen Seen, Flüsse und Regionen an der Küste bieten die besten Hotspots und wer genauer hinsieht, erkennt einige Vorteile gegenüber den anderen skandinavischen Ländern, die den Rückgang des Fischbestandes und die zunehmende Kommerzialisierung beklagen und mit immer härteren Regeln für Gastangler aufwarten.

Meeresangeln entlang der finnischen Küste

Hervorragende Gelegenheiten für Meeresangler ergeben sich entlang der 1.100 km langen Küstenlinie, wobei vor allem die Aland-Inseln und das Archipelago vor Turku mit seinen 2000 vorgelagerten Inseln oder die Inselwelt vor Helsinki sich für die Jagd auf den Dorsch, Meerforellen, Lachs, Hechte, Barsch und Zander eignen. Die Gewässer im Westen von Helsinki begeistern mit felsigen Inseln und zahlreichen Riffen. Empfehlenswert sind auch die Fischgründe bei der Inselgruppe Porvoo und Pernaja oder die Insel Pettu in Särkisalo, ebenfalls eine Inselgruppe westlich von Helsinki.

Im Sommer lohnt sich hier das Angeln auf Hecht und Barsch mit der Spinnrute vom Boot aus. Auch das Jiggen und Schleppen vom Boot aus bringt schnell Erfolge. Die Hochsaison für das Forellenfischen ist das zeitige Frühjahr und der Spätherbst. Für das Schleppangeln auf Lachs eignen sich vor allem die Monate Mai und Juni. Ein ganz besonderes Erlebnis an der Küste ist das Eisangeln im Winter auf Barsch, Hecht oder Quappe, wobei gerade die Letztere außergewöhnlich ist, weil die Quappen in den dunklen Nächten im Januar und im Februar an den Haken gehen.

Fischen an finnischen Flüssen und Seen

Das Gros der Angler zieht es jedoch ins Landesinnere an den Fluss oder an einen der 187.888 Seen Finnlands. Auch diese Angler unternehmen eine reine Angeltour oder genießen das Angeln so zwischendurch im Familienurlaub. An und auf den Seen geht es vor allem auf Barsch, Hecht oder Zander, der jedoch ausschließlich im Süden Finnlands und hier vor allem in den Provinzen Tampere (das ausgesprochene Zanderland) und Häme sowie entlang der Südküste zu finden ist. Außerdem gibt es jede Menge Bachforellen, Weißfische wie Brassen, Aland und Rapfen, die sich in ganz Finnland angeln lassen und sich ebenso für ein ausgezeichnetes Fischgericht eignen.

Die Highlights unter den Gewässern in Finnland sind jedoch die vielen Flüsse und Bäche. Tausende Kilometer mit größeren und kleineren Wasserläufen laden zum Spinn- und Fliegenfischen geradezu ein. Begehrt sind auch hier Lachse und Meerforellen, Äschen und die Renke sowie Hechte und Barsche in langsam fließenden Gewässern. Lachsangler treffen sich an den Flüssen Tenojoki in Lappland und Simojoki in Nordfinnland und dem Kymiyyoki, der im äußersten Süden bei Kottka ins Meer mündet. Forellenangler finden sich ein an den blauen Gewässern von Savo in Mittelfinnland oder etwas weiter nördlich in Karelien, beispielsweise in der Nähe von Kuusamo. Man angelt dort am besten in direkter Nähe zur russischen Grenze, die von sich aus dem Angeln eine besondere Spannung verleiht. Der Angler ist mit sich an den herrlichen Windbächen allein und Geselligkeit kommt erst durch die Fische auf, die in diesen Gewässern besonders gut vertreten sind. Die meisten Finnen betätigen sich hier übrigens noch klassisch als Spinnfischer, wobei auch das Fliegenfischen gerade in diesen hervorragenden Forellengewässern seit Jahren auf dem Vormarsch ist.

Geschützte Flüsse und Landschaften

Weltberühmt, legendär und nach wie vor beliebt sind die Forellen-Flüsse Oulankajoki und Kitkajoki, die durch den Oulanka Nationalpark (nahe Kuusamo) fließen und später in Russland ins Weiße Meer münden. Die Flüsse befinden sich noch im Naturzustand, ursprünglich, kristallklar und rein. Obwohl sie mitten in der Wildnis liegen, sind sie relativ leicht zugänglich. Der Oulankajoki begeistert mit seinen sandigen Ufern. Der Kitkajoki fließt hier durch eine steile, zerklüftete Schlucht mit teilweise schäumenden Stromschnellen. Und auch der Kuusinkijoki, der inmitten einer reizvollen, ruhig anmutenden Landschaft liegt, steht den beiden anderen Flüssen als ausgezeichnetes Angelparadies in keiner Weise nach.

In der Region Kajaani ist der Fischfang ausschließlich Fliegenfischern vorbehalten. Der Grund liegt in den Gewässern mit ökologisch besonders geschützten Stromschnellen. Sie sind verknüpft mit einer Angelkultur, die die natürliche Fischpopulation im besonderen Maße schützt, was bedeutet, dass Forellen und Äschen wieder zurückgesetzt werden müssen. Auch die Zahl der Fischer ist streng reguliert und nur kleine Gruppen kommen hier während der Saison vom 1. Juni bis 30. September in den Genuss des Fischens. Wer dabei ist, wird dieses Erlebnis in dieser unbeschreiblichen Natur kaum vergessen, zumal die Unterkünfte hier - wie so oft in Finnland - direkt am Gewässer liegen und man hier auch in der Mitternachtssonne nach Herzenslust fischen kann.

Die Anreise ist am bequemsten mit der Fähre. Schneller (und kostensparend mit der kurzen Reiserute im Gepäck) geht es natürlich mit dem Flugzeug. Von Hamburg aus erreicht man Helsinki in 2,5 Stunden, aber auch die Fanggründe im Norden (z.B. bei Kuusamo in Lappland) sind innerhalb von 1 bis 2 weiteren Stunden schnell erreicht. Einzelangler und Gruppen sind in Finnland jederzeit willkommen. Hervorzuheben sind außerdem die Angebote für mehrtägige geführte Angeltouren, die in fast allen Regionen möglich sind. Für das normale Angeln mit Schnur, Pose und Haken ist - bis auf wenige Ausnahmen - keine Erlaubnis erforderlich. Darüber hinaus - beispielsweise für das Angeln mit Köderfisch, das Schleppen oder das Fliegenfischen - benötigt man einen Nachweis über die Zahlung der staatlichen Fischereigebühr und eine gültige Angelerlaubnis, die man entweder vom Eigentümer des Gewässers oder durch die Provinz erhält.



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